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Furkationsbefall

Furkationsbefall bezeichnet den Abbau des Zahnhalteapparats im Bereich der Wurzelgabelung (Furkation) bei mehrwurzeligen Zähnen, meist bedingt durch eine Parodontitis. Dabei kommt es zum Knochen- und Gewebeverlust zwischen den Zahnwurzeln, sodass sich dort Taschen bilden, in denen sich Bakterien und Beläge ansammeln können.

Je nach Ausmaß des Befalls unterscheidet man verschiedene Grade des Furkationsbefalls:

  • Grad I: Beginnender Befall, die Furkation ist tastbar, aber nicht durchgängig betroffen
  • Grad II: Teilweise Durchdringung der Furkation, jedoch noch keine vollständige Verbindung
  • Grad III: Vollständiger Durchtritt durch die Wurzelgabelung möglich (Knochendefekt offen)

Ein Furkationsbefall erschwert die Reinigung der betroffenen Bereiche erheblich und kann bei Fortschreiten zum Zahnverlust führen, wenn keine geeignete Behandlung erfolgt.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und reicht von professioneller Zahnreinigung und Wurzelglättung bis hin zu chirurgischen Maßnahmen wie Knochenaufbau, Regenerationstherapie oder in schweren Fällen der Teilung oder Extraktion des Zahns.

Vorteile einer frühzeitigen Behandlung:

  • Erhalt des betroffenen Zahns
  • Verlangsamung des Krankheitsverlaufs
  • Verbesserung der Mundhygiene in schwer zugänglichen Bereichen