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Zygoma-Implantat

Ein Zygoma-Implantat ist ein spezielles Zahnimplantat, das nicht im Kieferknochen, sondern im Jochbein (Zygoma) verankert wird. Diese Sonderlösung kommt zum Einsatz, wenn im Oberkiefer zu wenig Knochensubstanz für konventionelle Implantate vorhanden ist und ein aufwendiger Knochenaufbau vermieden werden soll.Zygoma-Implantate sind deutlich länger als herkömmliche Implantate – sie messen zwischen 30 und 55 Millimeter, während normale Implantate meist nur 10 bis 15 Millimeter lang sind. Sie werden schräg durch den Oberkiefer bis in das Jochbein eingebracht, das auch bei fortgeschrittenem Knochenschwund stabil und dicht bleibt. Das Jochbein bietet aufgrund seiner kompakten Knochenstruktur einen sehr festen Halt.

Die Methode wurde speziell für Patienten entwickelt, die durch starken Knochenabbau, langjährige Zahnlosigkeit, Parodontitis oder Tumorerkrankungen nicht genügend Knochenvolumen im Oberkiefer haben. Auch nach missglückten Implantatbehandlungen oder bei Patienten, die einen Sinuslift ablehnen, können Zygoma-Implantate eine Lösung sein.

Vorteile von Zygoma-Implantaten:

  • Kein oder nur minimaler Knochenaufbau erforderlich
  • Verkürzte Behandlungsdauer im Vergleich zu Augmentationen
  • Sofortbelastung oft möglich – fester Zahnersatz noch am OP-Tag
  • Hohe Erfolgsquote auch bei schwierigen Ausgangssituationen
  • Stabile Verankerung in dichtem Jochbeinknochen