Osseointegration
Die Osseointegration bezeichnet die feste, direkte Verbindung zwischen einem Zahnimplantat und dem umgebenden Knochengewebe. Sie ist die biologische Grundlage für den stabilen Halt eines Implantats und entscheidet über den langfristigen Erfolg einer Implantatbehandlung. Nach dem Einsetzen des Implantats wächst der Knochen mikroskopisch eng an die Implantatoberfläche an, ohne eine weiche Zwischenschicht zu bilden. Dadurch entsteht […]
Parodontalindex (PSI)
Der Parodontalindex (PSI) – auch Parodontaler Screening-Index genannt – ist ein standardisiertes Untersuchungsverfahren, mit dem der Gesundheitszustand des Zahnhalteapparats (Parodont) schnell und einfach beurteilt wird. Er dient der Früherkennung von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Beim PSI wird mit einer speziellen Parodontalsonde die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen und das Zahnfleisch auf Blutungen, Beläge und Zahnstein überprüft. Der […]
Parodontium (Zahnhalteapparat)
Das Parodontium, auch Zahnhalteapparat genannt, umfasst alle Gewebe, die den Zahn im Kiefer verankern und stützen. Es sorgt dafür, dass der Zahn fest, aber leicht beweglich im Kieferknochen sitzt und Kaubelastungen gleichmäßig abgefangen werden. Zum Parodontium gehören vier Hauptstrukturen: Zahnfleisch (Gingiva): schützt den Zahn und dichtet den Zahnhals ab Wurzelhaut (Desmodont): elastische Fasern, die den […]
Periimplantitis
Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat, die sowohl die Schleimhaut als auch den Knochen betrifft. Sie ähnelt der Parodontitis, betrifft jedoch nicht natürliche Zähne, sondern den Bereich um ein Implantat. Ursache ist meist eine bakterielle Infektion, die durch Plaque und unzureichende Mundhygiene entsteht. Dadurch entzündet sich das umliegende Weichgewebe, und […]
Perimukositis
Perimukositis ist eine entzündliche Reaktion des Weichgewebes rund um ein Zahnimplantat, die nur die Schleimhaut betrifft und noch keinen Knochenabbau verursacht. Sie gilt als Vorstufe der Periimplantitis und ist in der Regel reversibel, wenn sie frühzeitig behandelt wird. Die Entzündung entsteht meist durch Bakterienbeläge (Plaque), die sich an schwer zugänglichen Implantatoberflächen oder Aufbauteilen ansammeln. Ohne […]
Presskeramik
Presskeramik ist ein hochwertiges Material für ästhetischen Zahnersatz, das durch ein spezielles Pressverfahren unter Hitze und Druck hergestellt wird. Das keramische Rohmaterial wird dabei erhitzt und in eine präzise gefertigte Form gepresst, wodurch eine besonders homogene und stabile Struktur entsteht. Die Technik ermöglicht die Herstellung von Kronen, Brücken, Inlays, Onlays und Veneers mit hoher Passgenauigkeit. […]
Pulpa (Zahnnerv)
Die Pulpa ist das weiche Gewebe im Inneren des Zahns, das umgangssprachlich als Zahnnerv bezeichnet wird. Sie befindet sich in der Pulpahöhle, die sich durch die Zahnkrone und die Wurzelkanäle erstreckt. Die Pulpa besteht aus Nerven, Blutgefäßen, Bindegewebe und Zellen, die für die Vitalität und Sensibilität des Zahns verantwortlich sind. Über die Pulpa wird der […]
Quadrant (Zahnfeld im Mund)
Ein Quadrant bezeichnet einen der vier Kieferabschnitte, in die das Gebiss zur systematischen Orientierung eingeteilt wird. Die Einteilung erfolgt durch eine gedachte vertikale Mittellinie und eine horizontale Linie zwischen Ober- und Unterkiefer. Jeder Quadrant enthält bei einem vollständigen Erwachsenengebiss acht Zähne. Die vier Quadranten werden in der Zahnmedizin einheitlich nummeriert, wobei die Zählung aus Sicht […]
Retainer
Ein Retainer ist eine Zahnspange zur Stabilisierung von Zähnen nach einer kieferorthopädischen Behandlung. Das Retentionsgerät verhindert, dass sich korrigierte Zähne wieder in ihre ursprüngliche Position zurückbewegen. Da Zähne ein Leben lang zur Wanderung neigen, sichert der Retainer das erreichte Behandlungsergebnis langfristig ab. Es gibt zwei Hauptformen von Retainern: festsitzende und herausnehmbare Varianten. Der festsitzende Retainer […]
Sinuslift
Ein Sinuslift ist ein chirurgisches Verfahren zum Knochenaufbau im seitlichen Oberkiefer. Die Methode schafft ausreichend Knochenhöhe für Zahnimplantate, wenn der natürliche Knochen zu flach ist. Der Eingriff hebt die Schleimhaut der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) an und füllt den entstandenen Hohlraum mit Knochenersatzmaterial auf. Im seitlichen Oberkiefer grenzt der Kieferknochen direkt an die Kieferhöhle. Nach Zahnverlust […]